Acht Jahrhunderte Klosterleben
Das Kloster Savina thront an einem bewaldeten Hang zwei Kilometer oestlich des Zentrums von Herceg Novi, mit Blick auf die Bucht durch einen Baldachin aus mediterranen Zypressen und Pinien. Der Klosterkomplex umfasst zwei Kirchen — die Kleine Mariaehmmelfahrtskirche aus dem 11. Jahrhundert und die groessere Grosse Kirche, erbaut im 18. Jahrhundert im barocken Stil, der den venezianischen Einfluss dieser Kueste widerspiegelt. Die Gemeinschaft hat seit dem Mittelalter ununterbrochen klosterliches Leben gefuehrt.
Die Klosterschatzkammer enthaelt eine bemerkenswerte Sammlung von Ikonen, Handschriften und liturgischen Gegenstaenden. Das bedeutendste Stueck ist eine Ikone der Jungfrau Savina aus dem 12. Jahrhundert. Die Schatzkammer haelt auch illuminierte Handschriften, goldene und silberne Kelche und mit venezianischen und osmanischen Motiven bestickte Gewaender bereit. Der Zugang zur Schatzkammer ist auf Anfrage moeglich.
Anfahrt mit dem Auto
Vom Zentrum von Herceg Novi folgen Sie den Schildern Richtung Savina bergauf durch das Viertel Topla. Die Strasse steigt sanft durch Wohnstrassen an, bevor sie auf die von hohen Zypressen gesaeumte Zufahrt zum Kloster muendet. Es gibt einen kleinen Parkplatz am Klostertor. Die Fahrt dauert etwa fuenf Minuten von der Uferpromenade, oder Sie gehen die Steintreppen von der Altstadt in etwa zwanzig Minuten hinauf.
Das Klostergelaende
Die Gaerten rund um das Kloster gehoeren zu den friedlichsten Orten in Herceg Novi. Uralte Zypressen, Orangenhaine und Oleanderbuesche rahmen den Blick ueber die Bucht Richtung Tivat und den Vrmac-Bergzug. Die Grosse Kirche hat ein reich dekoriertes Inneres mit vergoldeten Ikonostasen und bemalten Decken. Gottesdienste werden auf Kirchenslawisch gehalten und Besucher sind willkommen. Das Klostergelaende ist frei zugaenglich und es wird kein Eintritt erhoben.

Die Nebenstrassen oberhalb von Savina
Hinter dem Kloster fuehrt die Strasse weiter bergauf durch die Oberviertel von Herceg Novi — ein Netz schmaler Gassen, die verstreute Weiler, Olivenhaine und verlassene Steinhaeuser verbinden. Diese Nebenstrassen werden selten von Besuchern befahren und bieten eine voellig andere Perspektive. Die Aussichten werden mit zunehmender Hoehe immer dramatischer — der gesamte Buchteingang oeffnet sich unterhalb, von der Insel Mamula bis zum Kap Prevlaka. Die Strassen muenden schliesslich in die Hauptstrasse oberhalb von Mojdez und den Olivendoerfern — siehe unseren Fuehrer zur Olivenoel-Verkostung in den Huegeln.
Die besten Aussichtspunkte
Drei Aussichtspunkte entlang der Nebenstrassen lohnen einen Halt. Der erste liegt direkt oberhalb des Klosters, wo ein kleiner Halteplatz einen durch Zypressen gerahmten Blick auf die Bucht bietet. Der zweite ist nahe dem Dorf Podi, wo die Strasse eine Kurve macht und der ganze Buchteingang — Mamula, Lustica, die offene See — sich unten zeigt. Der dritte liegt am hoechsten Punkt der Strasse, wo der Berg Orjen hinter Ihnen aufragt. Fuer eine andere Perspektive auf die von hier sichtbaren Festungen, siehe unseren Fuehrer zur Drei-Festungen-Wanderung.
Praktische Tipps
- Kleidung: Bedecken Sie Schultern und Knie beim Besuch des Klosterinneren. Tuecher sind am Eingang erhaeltlich.
- Beste Zeit: Morgens fuer das weichste Licht in den Gaerten. Am spaeten Nachmittag fuer goldene Buchtblicke von den Nebenstrassen.
- Parken: Kleiner Parkplatz am Klostertor. Kostenlos. Platz fuer etwa zehn Autos.
- Kombinieren mit: Savina am Morgen, Olivenverkostung in den Huegeln am Mittag, dann hinunter zur Uferpromenade zum Mittagessen.